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Das Rotkreuz-Notrufsystem feiert sein 25-jähriges Bestehen Das Rotkreuz-Notrufsystem feiert sein 25-jähriges Bestehen

Seit 1983 sorgt es dafür, dass Zehntausende von älteren, kranken oder behinderten Menschen weiterhin zu Hause wohnen konnten – dort, wo sie sich am wohlsten fühlen. Angesichts der demografischen Entwicklung der Bevölkerung wird die Nachfrage nach dieser Dienstleistung in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Die ersten 20 Notrufgeräte wurden vom lokalen Roten Kreuz in Zürich und Basel-Stadt installiert. Beide hatten bei ihrer täglichen Arbeit festgestellt, dass die häusliche Betreuung von allein lebenden älteren, behinderten und kranken Menschen Lücken aufwies. Dank dem Notrufsystem, das sich in Skandinavien bereits bewährt hatte, konnten sich diese Menschen zu Hause sicher fühlen und länger in den eigenen vier Wänden bleiben. Seit 25 Jahren trägt das Rote Kreuz somit zum Wohlbefinden von Menschen bei, die auf Hilfe angewiesen sind. Gleichzeitig leistet es einen Beitrag zur Eindämmung der Gesundheitskosten.

Das Notrufsystem, das heute von 20 Rotkreuz-Kantonalverbänden (RK-KV) angeboten wird, ist ein grosser Erfolg. Seit 1997 stieg die Zahl der Kundinnen und Kunden von 2350 auf 8500 (+360%). Diese Zunahme erstaunt nicht weiter, möchten doch die meisten Menschen im Alter oder bei einer gesundheitlichen Beeinträchtigung weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben. Mit der Alterung der Bevölkerung wird das System noch mehr Bedeutung erlangen: Bis 2030 wird sich der Anteil der über 65-Jährigen auf 24,4% erhöhen. Zurzeit prüfen die RK-KV ausserdem die Möglichkeit, die Sicherheit auch ausser Haus zu gewährleisten.

Täglich wird das Notrufsystem von über 25 Menschen in einer Notlage benutzt, um Hilfe anzufordern. Untersuchungen zeigen, dass jede dritte ältere Person irgendwann stürzt. Lebt sie wie 42% der über 80-Jährigen allein und kann sie nicht mehr aufstehen, muss sie unter Umständen tagelang auf Hilfe warten. Mit dem Notrufsystem lässt sich verhindern, dass es so weit kommt. Auch den Familien gibt das System ein gutes Gefühl. Da sie wissen, dass bei einem Problem für rasche Hilfe gesorgt ist, brauchen sie sich bei einer Abwesenheit keine Sorgen zu machen.

Das Notrufsystem funktioniert ebenso einfach wie verlässlich: Bei Bedarf kann mit der Alarmtaste am Armband Hilfe angefordert werden. Eine rund um die Uhr besetzte Zentrale leitet sofort die notwendigen Massnahmen ein. Die Notrufe werden von zwei Notrufzentralen entgegengenommen. 2007 gingen bei den beiden Zentralen über 140’000 Anrufe ein, 9000 betrafen Notfälle. Mit über 3 Millionen technischen Meldungen und mehreren Zehntausend Probealarmen der Kunden wird die einwandfreie Funktion gewährleistet.



 

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